(Hoch)sensible Eltern sind ein Geschenk.

 

Am Wochenende habe ich ein schönes Feedback erhalten, über die Art wie ich und mein Partner mit unserem Sohn Eliah (1 ½) umgehen und das es nach außen sehr entspannt und herzlich wirkt. Das war für mich sehr bereichernd zu erfahren, wie unser Umgang mit Eliah auf Außenstehende wirkt. Dies ist auch ein wunderbarer Impuls endlich einmal über sensible Elternschaft zu schreiben und wie ich es selbst erlebe. Wie in jedem meiner Blogbeiträge geht es mir nicht darum, einen Prototyp des sensiblen Menschen aufzuzeigen. Ich weiß jeder von uns lebt und erlebt sein Elternsein anders. Vielleicht findest Du Dich in einigen Punkten wieder. Ich freue mich, wenn Du in den Kommentaren meine Gedanken dazu ergänzt.

Sensible Eltern sind ein Geschenk, weil sie sich in das Erleben ihres Kindes einfühlen können.

Sensible Eltern sind empathische Begleiter, sie erspüren intuitiv was das Kind braucht und können darauf eingehen. Das Kind kann sich dadurch verstanden fühlen und ist sich sicher, dass sich die Eltern für seine Belange einsetzen. Das stärkt die Bindung ungemein. Gerade wenn die Eltern ihr Kind achtsam unterstützen, können auch Probleme frühzeitig erkannt und verändert werden. Jedoch ist es auch wichtig, dass die Kinder ihre eigenen Erfahrungen sammeln, das heißt sie haben auch das Recht darauf auch negative Erfahrungen machen zu dürfen.
Ich glaube und da spreche ich aus eigener Erfahrung, dass das mir manchmal schwer fällt, da die Tendenz da ist, das Kind behüten zu wollen. Aber ich weiß auch, dass dies in einem gewissen Maße wichtig ist. Das Kind kann sich sicher sein, dass wir immer wieder zum Trösten da sind und auf diese Gewissheit kommt es an. Aus besonders im Jugendalter ist dieser Aspekt äußerst wichtig, da das Kind aus seinen Fehlern lernen kann und wir nicht alle Hürden aus dem Weg räumen können. Dies gilt es zu akzeptieren und zu vertrauen.

 

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Sensible Eltern besitzen oft hohe Ideale.

Sie erleben Elternschaft als etwas Wertvolles und sind bereit viel zu geben. Im Besonderen setzten sie sich intensiv mit ihren eigenen elterlichen Verhalten auseinander und reflektieren viel. Es kann ein Schmerz darüber empfunden werden, wenn das Kind in einem Moment nicht angemessen begleitet werden konnte. Es fällt dabei schwer, sich selbst die elterlichen Fehler zu verzeihen. Kennst Du das auch?
Ich möchte Dich durch diesen Artikel ermutigen zu erkennen, was Du täglich als Elternteil leistest. Das ist ganz besonders viel und Du darfst das heute honorieren. Wir können als Eltern niemals „perfekt“ sein und ich glaube, das ist ganz besonders wichtig für unsere Kinder. Sie haben durch unser Fehlermachen die Möglichkeit, einen richtigen Umgang mit Fehlern zu erlernen. Wir haben auch die Chance uns in dieser Situation, wenn das Kind schon in einem gewissen Alter ist zu entschuldigen. Dies ist unheimlich wertvoll für die Bindung zu unserem Kind, da das Kind erkennt, dass wir für unsere Fehler einstehen.

Sensible Eltern orientieren sich an ihrer Intuition

Ich merke immer wieder, dass es wichtig ist, nicht auf alle Situationen die ich und mein Kind erleben eine vorgefertigte Meinung oder Lösung zu haben. Manchmal lasse ich die Dinge erst einmal laufen und entscheide dann nach Gefühl. Ich glaube es ist besonders wertvoll, wenn wir nicht in festgefahren Strukturen feststecken. Diese Flexibilität ist auch ein Vorteil für unser Kind, weil wir nicht alles sofort reglementieren müssen und dem Kind Freiraum lassen. Wir haben sogar die Möglichkeit ab einem gewissen Alter, das Kind in unsere gedanklichen Prozesse und bei Entscheidungen einzubeziehen. Ich glaube (hoch)sensible Eltern haben ein feines Gespür wie sie ihr Kind angemessen begleiten können. Sie verlassen dabei oftmals konventionelle Wege und orientieren sich nicht zwangsläufig an Erziehungsratgebern. Sensible Eltern stehen jedoch oft vor der Herausforderung für ihre Art der Begleitung ihres Kindes einstehen zu müssen und sich nicht von Menschen in ihrer Umwelt verunsichern zu lassen. Es gibt immer jemand der es anscheinend besser weiß, aber niemand kennt Dein Kind so wie Du. Gute Ratschläge durch den Blick von außen sind immer wieder wertvoll sein, wenn wir unsere natürliche Art die Elternrolle auszuleben, nicht verlieren.

Sensible Eltern stehen immer wieder vor der Herausforderung gut für sich selbst zu sorgen.

Wenn wir viel für unsere Familie da sind, ist es auch wichtig gut für uns selbst zu sorgen. Das wird im Alltag oftmals vergessen. Zeit für sich selbst ist für sensible Eltern wichtig, um zur Ruhe zu kommen und aufzutanken. Dann können wir wieder neu ins Geben gehen und auf wundervolle Art und Weise für unsere Kinder da sein. Wichtig ist dabei, zeitliche Freiräume zu nutzen und sich an gegebener Stelle auch Unterstützung zu holen.

Selbstfürsorge ist das Stichwort. Dazu mehr im nächsten Blogbeitrag.

 Alles Liebe Denise

P.S Du kommst aus Dresden oder hast Lust ein Wochenende in Dresden zu verbringen? Dann lade ich Dich ein zu meinem Workshop für sensible und introvertierte Mütter.

15.7.17 Für mich da sein-für andere da sein. Selfcare für sensible/introvertierte Mütter (10-17 Uhr, 60€). Ausführliche Beschreibung unter Menüpunkt „Veranstaltungen“.

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