Was brauchen (hoch)sensible Kinder im Alltag

In diesem Video habe ich 8 Dinge zusammengefasst, die (hoch)sensible Kinder brauchen. Es erwarten Dich wertvolle Impulse zur Begleitung Deines Kindes. Wenn wir einen passenden und wertschätzenden Raum schaffen, in dem sensible Kinder ihre Fähigkeiten einbringen können, dann können diese richtig erblühen.
Sie brauchen Begleiter die ihnen bei Fragen zu Seite stehen, gerade dann wenn Kinder das von ihnen Wahrgenommene, nicht selbst einschätzen oder verarbeiten können. Oft entsteht dadurch ein Gefühl von Unsicherheit, welches durch kindergerechte Erklärungen verringert werden kann.
Sensible Kinder brauchen den Raum ihre Gefühle auszuleben und in einem geborgenen Rahmen über ihr Gefühlsleben sprechen zu können.

Ein paar Aspekte dieses Videos. Ich freue mich über Deine Erfahrungen, deswegen lass mir gerne einen Kommentar unter dem Beitrag.

Alles Liebe, Denise

Hochsensibilität. Braucht es diesen Begriff wirklich?

 

Würdest Du Dich selbst im Austausch mit anderen  als „hochsensibel“ bezeichnen? Oder gibt es andere Begriffe, die Du verwendest, um Dein feinfühliges Wesen zu beschreiben?

In diesem Blogbeitrag möchte ich darüber sprechen, wann ich die Verwendung dieses Begriffes sinnvoll finde oder als einschränkend erlebe. Es sind meine eigenen Gefühle und Gedanken, die ich in diesem Blogartikel transportiere, diese können für Dich ein Impuls sein, Deinen ganz eigenen Umgang mit dem Begriff der Hochsensibilität zu finden.

Die erste Entdeckung des Begriffes Hochsensibilität ist für viele Menschen lebensverändernd

Ich bemerke immer wieder, wie wertvoll es für Menschen ist, die mit dem Begriff der Hochsensibilität das erste Mal in Kontakt zu kommen. Das kann lebensverändernd sein. Viele sensible Menschen fühlen sich schon in ihrer Kindheit irgendwie „anders“. Dieses Gefühl kann erst einmal einen großen Schmerz und eine Getrenntsein von anderen auslösen. Die Entdeckung der Hochsensibilität liefert dann eine wertvolle Erklärung, für die intensive Wahrnehmung und Gefühlswelt. Es tut gut zu wissen, dass ich nicht alleine damit bin, sondern dass es viele Menschen gibt, die genauso sensibel sind wie ich selbst.

In diesem Moment kann diese Eingrenzung wertvoll erscheinen. Doch dann kommt die wichtige Frage: Wie möchte ich meine Erkenntnisse über mich selbst mit anderen Menschen kommunizieren, die nur schwer nachempfinden können, wie ich die Welt wahrnehme. Welche Begriffe verwende ich dann? Was fühlt sich da für mich stimmig an?

Meine persönlichen Gefühle gegenüber dem Begriff der Hochsensibilität

Ja, genau ich bin Coach für hochsensible und vielbegabte Menschen und ich schreibe einen solchen Artikel. Etwas paradox? Oder vielleicht eine wertvolle Konsequenz aus meiner Arbeit mit wunderbaren feinfühligen Menschen, die ihre Sensibilität immer als eine Gabe entdecken wollen, anstatt mit einer andauernden Überförderung zu leben? Aber eigentlich begann alles mit einem Gefühl, dass ich schon seit der Entstehung von Achtsam- Sensibel mit mir herumschleppe. Es fiel mir schwer, mich klar bezüglich meiner Zielgruppe zu positionieren. Da immer das starke Gefühl da war, das ich sensible Menschen im Allgemeinen erreichen will. Erst setzte ich das „hoch“ in Klammern, also (hoch)sensibel dann kam die Klammer wieder weg, weil ich dachte, ich müsste doch Klarheit in meine Positionierung bringen. Und vor Kurzem habe ich für mich erkannt, dass ich den Begriff „Hochsensibilität“ viel bewusster und nur wenn ich ihn als Eingrenzung wichtig empfinde, verwenden möchte. Jetzt fragst Du Dich vielleicht, warum ich mir darüber, eigentlich so viele Gedanken mache. Ich glaube, dass die Begriffe die wir tagtäglich verwenden von großer Bedeutung sind. Da sie Einfluss auf unser Erleben und Handeln haben. Und genau deswegen war es für mich besonders wichtig, dieser Frage nachzugehen.

HSP


Ich glaube daran, dass es besonders sensible Menschen gibt, da ich eine von ihnen bin.

Ganz klar geht es um den Begriff und nicht um das, was dahinter steht. Ich finde die Arbeit von Elaine Aron, die diesen Begriff begründet hat, sehr wertvoll. Und ich glaube auch daran, dass es besonders sensible Menschen gibt, da ich selbst eine von ihnen bin. Und genau deswegen konnte ich meine Gefühle gegenüber dem Wort Hochsensibilität nicht übergehen.

Ich habe in meiner Arbeit diesen Begriff durch wahrnehmungsbegabt, feinfühlig und schlichtweg durch sensibel ersetzt. Es fühlte sich wie eine große Öffnung an, um fernab von irgendwelchen Schubladen und Kategorisierungen, sensiblen Menschen mit einem ganzheitlichen Blick zu begegnen. Denn kein Mensch passt in eine Definition, das ist der Leitspruch meines Herzens.

Welche Wirkung hat der Begriff Hochsensibilität auf die Gesellschaft?

Glaube mir es, ist immer sehr spannend, wenn ich anderen Menschen erkläre, was ich eigentlich beruflich mache. Dann schauen mich meine Gesprächspartner oft sehr verwundert an, weil sich noch nie etwas von der Hochsensibilität gehört haben. Und davon gibt es immer noch sehr viele Menschen, was ich gelegentlich vergesse, weil ich mich täglich intensiv mit diesem Thema beschäftigte. Die zweite Fragen ist dann meistens: Ist das eine Beeinträchtigung? Ist das diagnostizierbar? Es wird sofort etwas Pathologisches darunter vermutet. Dann erkläre ich, dass die Hochsensibilität schlichtweg eine ganz normale Persönlichkeitseigenschaft ist, die tolle Fähigkeiten mit sich bringt.

Aber sind wir doch mal ehrlich, ich finde es gar nicht so abwegig, dass Menschen unter dem Begriff Hochsensibilität erst etwas anderes verstehen. Der Begriff klingt wie etwas „Besonderes“, in welche Richtung besonders, liegt dabei im Auge des Betrachters und kann nur durch genaue Erklärungen beeinflusst werden.

 

Sensibel zu sein ist etwas Besonderes und die normalste Sache der Welt zugleich.

Ich bin hochsensibel. Du bist hochsensibel. Ist daran etwas zu „hoch“ oder etwas von der Norm abweichend? Ich bezweifle das stark. Denn wenn nach Aussagen Elaine Arons 20 % aller Menschen hochsensibel sind, lassen wir es 15 % sein, dann kann diese Persönlichkeitseigenschaft nur die normalste Sache der Welt sein. Es gab schon immer Menschen, die besonders sensibel sind und sie machen einen wichtigen Teil unserer Gesellschaft und unseres Zusammenlebens aus.

In einem schönen Beitrag von Lea Hamann schreibt sie:„ Hochsensible Menschen sind das Nervensystem dieser Welt.“ Ich fand diese Aussage sehr beeindruckend. Wir sensible Menschen bringen im besonderen Maße Bewusstsein in die Welt und haben die Gabe, diese durch unsere Werte und unseren detaillierten Blick auf die Dinge mitzugestalten. Es ist eine wichtige Balance zu Menschen, die sich nur an Fakten orientieren und rein aus dem Verstand heraus handeln. Durch diese Vielschichtigkeit der Menschen kann ein wichtiger Ausgleich entstehen. Das können wir in Gruppe erkennen und auch bezogen auf das ganze menschliche System. Vielleicht findest Du ja diesen Aspekt auch in Deinen eigenen Beziehungen zu anderen Menschen.

 

HSP

 

Es kommt auf die Art an, wie wir diesen Begriff nutzen.

Ich merke immer wieder, wie sich Menschen durch den Begriff der Hochsensibilität in eine neue Schublade stecken. Wenn man es aus frühster Kindheit gewohnt bist, einen Stempel zu tragen, dann fühlt es sich für diese Menschen sicherer an, eine neue Schublade für sich selbst erwählen. Es gibt Selbsthilfegruppe und Gemeinschaften von Hochsensiblen, in denen Du sofort das Gefühl haben könntest, dass diese Menschen wirklich ihre Sensibilität als große Beeinträchtigung, vielleicht sogar unbewusst als eine Krankheit sehen. Besonders schwerwiegend ist es dann, wenn sich diese Menschen gemeinsam herunterziehen, anstatt sich zu bestärken.

Und ich möchte das wirklich nicht herunterspielen. Ich kenne selbst auch die Herausforderungen, die eine weit geöffnete Wahrnehmung mit sich bringt.Jedoch kommt es immer auf die Art an, wie ich mit diesem wichtigen Teil von mir umgehe.

 

Unsere persönliche Entwicklungsaufgabe, liegt darin gut mit unserer Sensibilität zu leben.

Diese Entwicklungsaufgabe braucht Kraft, Ausdauer und neue Wege, um gut mit der Sensibilität leben zu können. Es bedeutet unsere eigenen Bedürfnisse zu erkennen, und einen Lebensstil zu pflegen, in dem sich diese gut integrieren lassen. Das bedeutet manchmal, Abstriche machen zu müssen und seinen Lebenswandel zu verändern. Wir dürfen dabei lernen, gut für uns selbst zu sorgen. Dann können wir unsere Sensibilität immer mehr als Gabe zu entdecken, um unsere Fähigkeiten in unserem eigenen Tempo auszuleben.

Wenn wir lernen uns selbst stärker anzunehmen, erkennen wir das auch in unserer Feinfühligkeit etwas Individuelles und Einzigartiges steckt, dass sich nicht mit nur einem Wort oder einer allgemeinen Definition beschreiben lässt.

 

Berufung: Wir sollten uns nicht hinter unserem sensibel sein verstecken.

Wenn wir einen inneren Ruf spüren, jedoch die Hochsensibilität als Grund nutzen, um es nicht tun zu können, dann kann dieser Begriff einen negativen Einfluss auf unser Leben haben. Ich glaube, dass viele sensible Menschen, dadurch ihre eigentliche Berufung verfehlen. Neue Wege sind immer mit Furcht und Unsicherheiten verbunden, und wenn wir die Hochsensibilität für ein „Ich kann, nicht“ instrumentalisieren, kann dies unsere eigene Entwicklung beeinträchtugen.
Es beruhigt unsere Seele- für einen Moment. Jedoch kann diese Situation nicht dauerhafter Natur sein. Lässt dieser „Ruf“ vielen Menschen keine Ruhe.

 

Hochsensibilität bei Kindern.

Gerade bei sensiblen Kindern finde ich es besonders wichtig, dass wir ihnen nicht gleich von Anfang an ein bestimmtes Etikett verpassen, deswegen spreche ich bei Kindern nicht gerne von Hochsensibilität. Die Grenzen sind oft sehr fein. Viele Kinder leben ihre Sensibilität im Kindesalter stärker als im Erwachsenenalter aus. Durch bestimmte gesellschaftliche Strukturen und Normvorstellungen im Außen lernen sie oft sich anzupassen, um dazu zu gehören.
Anderen Kindern wiederum fällt es schwer mit diesem Gefühl des Anderseins umzugehen, welches meist mit dem Schuleintritt beginnt. Deswegen ist das wichtigste Ziel, dass sensible Kinder ihre Stärken entdecken und diese Leben können. Das geschieht im Austausch mit den Kindern. Sie dürfen erfahren, dass ihre Art der Wahrnehmung eine ganz besondere ist, welche sie mit vielen anderen Menschen auf dieser Welt teilen. Sie damit nicht allein sind. Die Aufgabe der Eltern und Pädagogen liegt darin, Kinder von Anfang dabei zu unterstützen, gut mit ihrer Sensibilität umzugehen. Und Methoden zu vermitteln, wie sensible Kinder in die Entspannung geführt werden können, um einen Ausgleich zu ihrem intensiven Erleben entstehen zu lassen.

Ich hoffe ich konnte Dir ein paar wertvolle Impulse zum Thema mitgeben und würde mich freuen, wenn Du Deine Gedanken dazu in einem Kommentar teilst.

Alles Liebe,

Denise

P.S Du wünscht Dir Austausch und Begleitung? Ich lade Dich herzlich zu einem kostenlosen 30-min Inspirationscoaching ein, um ein Thema das Dir gerade auf der Seele brennt zu bearbeiten. Nutze diese Chance gerne. Ich freue mich auf Dich. Sende einfach eine Email an denise@achtsam-sensibel.de.

 

Eins, zwei oder drei- Familienplanung als Feinfühler

 

Oftmals zum Kinderkriegen, neben den glücklichen Zufallskindern, eine ganz bewusste Entscheidung. Um diese Entscheidungen: Möchte ich ein Kind bzw. möchte ich ein zweites oder drittes Kind, soll es heute in diesem Blogartikel gehen. Dabei erzähle ich Dir auch meine ganz eigene Geschichte.

 

Ich dachte wir bekommen ein Einzelkind.

Dass ich ein Kind haben möchte, wusste ich schon immer. Aber irgendwie hatte ich immer die Vorstellung, dass wir nur ein Kind haben werden und dieses Gefühl hatte ich auch in meiner Schwangerschaft mit Eliah. Damals unterhielt ich mich mit einem Freund, der selbst ein Einzelkind war und meine Begeisterung nur ein Kind zu haben überhaupt nicht teilen konnte. Er hat in seiner Kindheit ein Geschwisterkind vermisst. Aber natürlich gibt es bestimmt auch Einzelkinder, die sehr gut mit der Situation zurechtkommen und die ungeteilte Aufmerksamkeit genießen.  Das ist äußerst unterschiedlich. Ich blieb standhaft in dem Glauben, dass wir nur ein Kind haben werden, doch das Leben zeigte mir einen anderen Weg auf.

 

Nach der Geburt unseres ersten Kindes war für mich klar: Das möchte ich wieder erleben.

Ja, nach dieser Überschrift denkst Du Dir natürlich jetzt, dass ich eine Traumgeburt hatte. Nein, das war eigentlich nicht der Fall. Oder sagen wir, die Geburt meines Sohnes hatte viele schöne und intensive Momente. Aber sie war zu lang, kräftezehrend und endete im Krankenhaus. Es war natürliche Geburt, aber in einer Atmosphäre, die ich mir nicht gewünscht habe.

Ich brauchte etwas Zeit um diesen Geburtsprozess zu verkraften. Und mir ist es auch ganz wichtig, zu betonen, dass jede Geburt ganz individuell ist. Schmerzarme und komplikationsfreie Geburten sind möglich, aber es gibt auch Geburten, die eine Aufarbeitung benötigen. Dies gehört auch zum Prozess des Kinderkriegens. Und so sehr wir uns vorbereiten, mit den besten Intentionen hineingehen: Die Geburt ist immer ein Überraschungspaket. Doch trotz allem ist dieser Augenblick, Dein Kind das erste Mal im Arm zu halten ein unbeschreiblicher Moment. Nicht alles, was während der Geburt passiert ist, ist dann sofort vergessen. Das ist auch ein Problem unserer Gesellschaft, dass das oft so propagiert wird. Die jungen Mütter erfahren wenig wirklich Anteilnahme an den Umständen der Geburt ihres Kindes. Das was ich dachte als es vorbei war: „Nie wieder! Und ich habe es sogar laut ausgesprochen. Doch dann gaben sie mir Eliah in die Arme. Ein Moment der Befreiung und des Glücks, steckt im ersten Anblick Deines Kindes, es ist die Beste Entschädigung für alles was davor passiert ist.

Wie natürlich die zweite Geburt wird, dass weiß ich noch nicht aber es ist klar, ich möchte mich wieder darauf einlassen.

 

 

Wir bekommen ein zweites Kind!

In uns ist immer wieder diese Frage aufgeflackert: „Können wir das schaffen zwei Kinder großzuziehen?“ Ich glaube, diese Frage stellen sich viele Eltern. Man möchte seine Energie gut aufteilen können, sodass auch jedes Kind die Aufmerksamkeit bekommt, die wir uns für es wünschen.

Uns war sehr wichtig, dass wenn wir ein zweites Kind bekommen, dann sollte der Abstand zu unserem Sohn Eliah nicht so groß sein. So kam es, dass wir uns eben diese Frage ganz bewusst stellten und diese mit einem „Ja“ beantworteten.

Doch als es dann so weit war, wurde es uns schon etwas mulmig. War unsere Entscheidung richtig?

Aber natürlich war da auch eine große Freude über das Heranwachsen eines neuen Menschenlebens in mir. Die ersten 3 Monate waren sehr wichtig, sich an die neue Situation zu gewöhnen und auch Zweifel durften da sein. Nun sind wir voller Vorfreude auf unser zweites Kind.

Haben wir einen Masterplan? Alles bleibt zauberhaft unvorhersehbar.

Nein wir haben keinen Masterplan und wir wissen nicht, inwieweit sich unser Familienleben verändern wird. Alles bleibt zauberhaft unvorhersehbar. Jedoch ist eines ganz sicher, wir haben das Vertrauen, dass dieses Kind genau zur richtigen Zeit und in die richtige Familie geboren wird und dass wir ihm ein gutes und geborgenes Zuhause schenken werden. In dieser Haltung steckt auch das Vertrauen, dass wir die Kraft bekommen die wir brauchen um das Familienleben und die Verantwortung die dahinter stehen gut zu meistern.

 

Folge Deinem Wunsch Mutter oder Vater zu werden. Ein Plädoyer für die Elternschaft sensibler Menschen.

 

Ich höre immer wieder davon, dass sensible Menschen Angst davor haben eigene Kinder zu bekommen. Dahinter steckt oft die Frage: „Bin ich gut genug dafür? Kann ich es schaffen?“

Wenn Du Dir auch die Frage stellst, dann möchte ich Dir sagen, schon allein, weil Du Dir diese Frage stellst, kann es ein Indiz dafür sein, das Du eine gute Mutter oder ein guter Vater sein wirst. Du möchtest es gut machen und nicht nur Kinder bekommen, weil Du denkst, es gehört dazu. Genau, das ist sehr ehrenwert.

Ich glaube, dass sensible Menschen wunderbare Eltern sind uns habe dazu schon einmal einen Beitrag verfasst. Meine Gedanken dazu findest Du hier: http://achtsam-sensibel.de/hochsensible-eltern-sind-ein-geschenk/

Aber natürlich bringt, dass Elternsein auch Herausforderungen mit sich, das möchte, ich gar nicht bestreiten. Wichtig ist für sensible Eltern eine gute Balance zwischen den Bedürfnissen des Kindes und den eigenen zu finden. Dafür sind eine tragfähige Partnerschaft und familienfreundliche äußere Umstände, in denen diese Bedürfnisse ihren Platz finden können, von Vorteil.

Gerade dann, wenn, diese Faktoren gegeben sind, kann Elternschaft gelingen. Was hält Dich noch auf?

Mutter oder Vater zu werden ist immer ein Sprung in das kalte Wasser.

Wir wissen nicht, wie es sein wird, und können nicht in die Zukunft blicken, genau das macht das „Abenteuer Elternschaft“ aus. Doch wenn der Ruf stark ist, und die Basis gegeben ist, dann mache ich Dir Mut diesen Schritt zu wagen, er wird Dein Leben bereichern und Du wirst selbst daran wachsen.

 

Wir dürfen als Eltern ganz wir selbst sein, nicht mehr und nicht weniger.

Vielleicht wartest Du noch darauf ein besserer Mensch zu werden, um Kinder zu bekommen. Vielleicht wartest Du noch darauf organisiert oderkraftvoller zu werden. Oder das Du besser finanzielle Mittel hast,  was immer Du mit besser definierst. In der Angst nicht gut genug zu sein, um Kinder groß zu ziehen, steckt der Glaubenssatz besonders gut sein zu müssen. Die Realität sieht jedoch anders aus, wir alle machen auch als Eltern immer wieder Fehler. Ich habe den Glauben, dass „perfekte Eltern“ für Kinder schädlich sind. Unsere Kinder lernen gerade anhand unserer Fehler, wie man mit diesen umgehen kann. Und genau diese Fehler, können die Bindung zu unserem Kind stärken. Schließlich ist es nicht unbedingt schlimm Fehler zu machen, es kommt nur eben auf die Art an, wie wir mit ihnen umgehen. Und ob wir bereit sind im Zweifelfall uns, bei unseren Kindern zu entschuldigen. In unserem Umgang mit Fehlern dürfen wir ein Vorbild für unsere Kinder sein.

Die eigenen kindlichen Erfahrungen, können Angst vor dem Elternwerden erzeugen.

Viele feinfühlende Menschen haben unterschiedliche negative Erfahrungen in ihrer Kindheit gemacht. Diese sind auch ein Hemmfaktor, sich auf das Elternwerden einzulassen.

Wir können nicht die Vergangenheit ändern, doch wir können im Elternsein unseren eigenen Stil finden und unsere eigenen Werte dabei leben. Sobald wir Kinder haben, sind wir natürlich auch ganz nah in Verbindung mit den Erinnerungen aus unserer Kindheit. Vieles darf hochkommen, jedoch ist diese Situation auch sehr heilsam, diese Wunden dürfen im Kontakt mit unserem eigenen Kind heilen. Auch Traumata, die über Generationen hinweg weitergegeben wurden, könne aufgelöst werden. Wir sind frei, die Mutter oder Vater zu sein, der oder die wir sein wollen. Und wenn wir in alte Muster aus unserer Kindheit verfallen, wir vielleicht in einem Moment unseren Vater oder Mutter in uns wieder entdecken, selbst dann können wir diese Schemamodi mit Bewusstsein auflösen. Vielleicht ist da auch ein eigenes inneres Kind, das sich in manchen Situationen wütend oder traurig zeigt. Selbst das ist wertvoll, wenn wir achtsam mit diesen Anteilen umgehen und immer wieder in unser Erwachsenenselbst zurückkehren, um unsere Kinder gut begleiten zu können. Vielleicht hilft Dir Dein inneres Kind dabei, Dich gut in Deine Kinder einfühlen zu können. Oder Du entdeckst Deinen eigenen kindlichen Spieltrieb, den Du perfekt mit Deinem Kind ausleben kannst.

 

Ist es gut Kinder in diese Welt zu gebären?

Machst Du Dir auch Gedanken darüber, ob es gut, in diese scheinbar unberechenbare Welt Kinder zu gebären. Ich habe ein Ehepaar kennengelernt, die sich bewusst gegen Kinder entschieden haben, weil sie nicht die Zustände in der Welt ihren Kindern zumuten wollten. Sie glaubten an den kompletten Zusammenfall des Systems und chaotische Zustände in der Gesellschaft.

Das machte mich sehr traurig.

Ich glaube, wenn wir diese Frage mit einem Nein beantworten, dann ist auch jegliche Hoffnung für unsere Welt verloren. Kinder sind unsere Zukunft, sie bringen unbeschreiblich viel Licht in diese Welt.

Das heißt, wir dürfen auch selbst die Verantwortung sehen diese Welt für unsere Kinder zu einem besseren Ort zu machen.  Wir gestalten selbst unsere Welt, jeden Tag aufs Neue. Wir entscheiden, mit welcher Perspektive wir die Welt betrachten. Und diese Perspektive wird gerade durch den Kontakt mit Kindern auf magische Weise verändert. Wir erkennen wieder die vielen kleinen Details in unserer Umwelt, die wir ohne die Augen unserer Kinder nicht wahrnehmen würden. Es ist ein Geschenk.

Ich wünsche Dir von Herzen, dass Du diesem Ruf ein Kind, oder vielleicht weitere Kinder zu bekommen vertrauensvoll folgen kannst. Uns wird die Kraft gegeben, die wir benötigen. Voraussetzung dafür ist, dass wir auch selbst gut für uns sorgen lernen.

Ich freue mich über Deine Kommentare.

Von Herzen Denise

 

P.S Du wünscht Dir Austausch und Begleitung? Ich lade Dich herzlich zu einem kostenlosen 30-min Inspirationscoaching ein, um ein Thema das Dir gerade auf der Seele brennt zu bearbeiten. Nutze diese Chance gerne. Ich freue mich auf Dich. Sende einfach eine Email an denise@achtsam-sensibel.de.

Herzliche Einladung zum Self-Care Workshop für sensible Mütter

Tagesworkshop am Samstag den 15.7.17 von 10-17 Uhr.

Ein wunderbarer Workshop für sensible/introvertierte Mütter. Du bist immer für Deine Familie da, heute geht es um Dich. Meditation und Entspannungsübungen helfen Dir dabei, Deine Batterien wieder aufzutanken. Denn um gut für andere da zu sein, müssen wir auch gut für uns selbst sorgen. In diesem Workshop werden Strategien vermittelt, wie Du diese Momente des Krafttankens auch in Deinem Alltag integrieren kannst. Deine Ansprüche an Dich selbst und Dein Muttersein kannst Du in diesem Workshop betrachten und Loslassen, was sich daran nicht stimmig anfühlt. Gemeinsame wollen wir unsere Qualitäten als Mütter erkennen und honorieren.

Verantstaltungsort: Praxisgemeinschaft LEA, Dresden- Neustadt.

Energieausgleich: 60 €

Anmeldung unter denise@achtsam-sensibel.de

 

8 Schlüssel zu mehr Selbstannahme als HSP

 

Die Selbstannahme ist auch für hochsensible Menschen immer wieder ein großes Thema. Im Schwerpunkt steht hierbei auch die Annahme der eigenen Hochsensibilität.

Hast Du Dir auch schon einmal gewünscht nicht so sensibel zu sein?

Es wäre eine große Lüge, wenn ich Dir jetzt sagen würde, dass es mir nie so geht. Als Coach begleitete ich Menschen dabei, ihre Hochsensibilität als etwas Größeres, als eine Gabe zu erkennen. Und ich bin auch davon überzeugt, dass in uns HSP ein wunderbares Potenzial steckt, dass seinen Ausdruck finden möchte. Aber diese Momente, die Hochsensibilität wie einen Schalter auf Normalsensibel umzustellen, sei es nur für einen kurzen Moment, kenne ich sehr gut.
Aber möchte ich wirklich tauschen? Die Hochsensibilität prägt meine Persönlichkeit und eigentlich kann ich mir nicht vorstellen, jemand anderes zu sein. Gerade dann, wenn ich auch auf die vielen schönen Seiten meiner Hochsensibilität blicke.

Wie können wir als HSP lernen uns selbst besser anzunehmen?

1.Schlüssel: Erkenne Deine Fähigkeiten und fördere diese, anstatt Dich auf Deine Defizite zu konzentrieren

Vor kurzem habe ich ein Coaching gegeben, in der die Teilnehmerin herausfinden wollte, was ihre Stärken gerade im punkto ihrer Sensibilität sind. Auf einem Schaubild konnten wir dann viele schöne Eigenschaften fixieren. Du kannst Dir nicht vorstellen, wie verändernd es sein kann, wenn wir uns mal eine Stunde Zeit nehmen, um uns nur mit unseren Fähigkeiten zu beschäftigen. Da ist so viel innerer Reichtum in uns, den wir im Alltag oftmals vergessen. Deswegen setzte Dich mit dem auseinander, was Du kannst, und versuche nicht nur Schwächen auszugleichen.

2. Schlüssel: Eigene Grenzen wahrnehmen nicht bewerten

Unsere Grenzen sind ein Teil von uns, gerade als sensibler Mensch kommen wir mit diesen Grenzen häufiger in Kontakt. Unsere komplexe Wahrnehmung und unser intensives Erleben fördern uns immer wieder dazu auf, gut für uns zu sorgen. Wenn wir diese Grenzen wahrnehmen, verfallen wir oft in den Bewertungsmodus und versuchen diese krampfhaft zu sprengen. Wenn wir lernen unsere Grenzen nicht immer bewerten zu müssen und unser Empfinden so zu lassen wir es sich im Moment zeigt, kommen wir dieser Selbstannahme immer näher.

3.Schlüssel: Vergleiche Dich nicht mit anderen

Dieser Schlüssel steht in enger Verbindung mit dem Thema eigene Grenzen. Wir haben oft Probleme uns selbst anzunehmen, weil wir uns immer wieder mit anderen Menschen vergleichen. Zumeist auch mit Menschen, die eben nicht hochsensibel und ein ähnliches Erleben haben wie wir selbst. Ich kann mich noch sehr gut an einen Eintrag in mein Poesiealbum erinnern, den ich bis heute nicht vergessen habe:

„Beneide niemanden, denn Du weißt nicht ob der Beneidete im Stillen nicht etwas verbirgt, was Du bei einem Tausche nicht übernehmen möchtest.“

Es ist einfach so, dass jeder Mensch seine Entwicklungsherausforderungen und innere Themen hat. Wichtig ist es bei sich selbst zu bleiben. Veränderung ist immer wieder möglich, aber kann nicht gegen unsere eigene innere Natur und Persönlichkeit erfolgen.

Selbstliebe als HSP

4.Schlüssel: Honoriere Deine persönliche Entwicklung

Schaue auf Deine persönliche Entwicklung, auf dass was Du erreicht hast. Ist es da an der Zeit eine große Party zu feiern und Dich endlich zu belohnen? Wenn Du auf die letzten 5 Jahre zurückblickst, was ist innerlich und äußerlich geschehen ist? Wie fühlen sich diese Entwicklungen für Dich an. Bist Du noch der oder dieselbe wie vor 5 Jahren?

5.Schlüssel: Erkenne das Fehler und Misserfolge Dein Wachstum fördern.

Fehler und Misserfolge sind äußert nützlich, da sie unsere Entwicklung fördern. Wir können viel aus ihnen lernen. Vielleicht braucht es ein Umdenken, denn wir sind oft zwanghaft darauf aus, Fehler zu vermeiden.

6.Schlüssel: Den inneren Kritiker bewusst wahrnehmen und Bewertungen reflektieren

Wir haben alle einen inneren Kritiker uns, der uns mit Bewertungen bombardiert. Diese Bewertungen haben ein großes Ausmaß auf unser Selbstbild, es kann dadurch getrübt werden und eine Defizitorientierung entstehen. Wenn wir diese Bewertungen einmal bewusst unter die Lupe nehmen, können wir unser Mindset positiv beeinflussen und durch neue Bewertungen ersetzen. Führe doch einmal Tagebuch und versuche die überzogenen Ansprüche Deines inneren Kritikers zu entlarven. Es wirkt.

7.Schlüssel: Finde einen Lifestyle der zu Deiner Hochsensibilität passt

Wenn wir einen Lifestyle haben, der nicht unserer Hochsensibilität gerecht wird, dann fällt es uns schwer uns selbst und im Besonderen, die Hochsensibilität anzunehmen. Wir überfördern uns, kommen an unsere Grenzen und bekommen dadurch einen negativen Blick auf uns Selbst. Wenn wir lernen auf unsere Bedürfnisse zu hören, unseren Durst nach Abenteuer aber auch nach Ruhezeiten zu stillen, dann leben wir in Balance und im Einklang mit uns selbst. Wir dürfen mit uns Selbst in Kontakt kommen, und auch wieder mit unserem Körper und der inneren Stimme in uns, die genau weiß, was wir brauchen.

8.Schlüssel: Umgebe Dich mit Menschen, die Dich und Deine Hochsensibilität wertschätzen

Als letzter Punkt möchte ich Dir noch mit auf dem Weg geben, dass es nichts bringt, sich mit Menschen zu umgeben, die Dich nicht annehmen können so, wie Du bist. Diese Kontakte beeinflussen auch unsere Selbstannahme und sind Gift für uns. Was hilft es sich zu verkrümmen, eine Rolle zu spielen oder sich klein zu machen für die Anerkennung Deiner Person. Es ist so wichtig Gleichgesinnte zu finden, Menschen, die Dein Leben bereichern, mit denen Du Deine Eindrücke teilen kannst und die versuchen, Dich zu verstehen. Ich wünsche Dir das Du diese Menschen in Deinem Leben gefunden hast oder sie findest.

 

Lass mir doch gerne einen Kommentar unter dem Blogpost und teile Deine Erfahrung.

Von Herzen Denise

 

P.S Du wünscht Dir Austausch und Begleitung? Ich lade Dich herzlich zu einem kostenlosen 30-min Inspirationscoaching ein, um ein Thema das Dir gerade auf der Seele brennt zu bearbeiten. Nutze diese Chance gerne. Ich freue mich auf Dich. Sende einfach eine Email an denise@achtsam-sensibel.de.