Self-Care für hochsensible Eltern

Ein paar Tage nach der Geburt meines Sohnes Eliah kam eine Freundin zu mir zu Besuch mit dem besonderen Geschenk einer Massage. Die Geburt war anstrengend und ich war noch sichtlich erschöpft. Und natürlich brauchte ich auch Zeit, um mich an das Muttersein zu gewöhnen. Es viel mir sichtlich schwer, mich zu entspannen und ich hatte ein Auge immer bei Eliah. Dann sagte meine Freundin etwas zu mir, was ich bestimmt niemals vergessen werde. Sie brachte mir das Bild der Sicherheitshinweise im Flugzeug vor Augen. Bei Druckabfall, so heißt es, sollen wir erst uns selber die Sauerstoffmaske aufsetzen und dann anderen helfen. Dieses Bild ist so bezeichnend dafür, das wir gut für uns selbst sorgen müssen, um auch gut für andere, unsere Familie, da zu sein.

Bist Du für dich selbst da?

Eine Frage an Dich bist Du gut für Dich selbst da? Gibt in Deinem Familienalltag ein wenig Zeit für Dich? Vielleicht kommen Dir nun Gedanken in den Sinn: Dafür gibt es wenig Zeit. Ich weiß nicht, wie die Zeit für mich selbst in meinen Familien- und Arbeitsalltag integrieren soll.
Ich glaube, dass es besonders wichtig ist, diese Selfcare-Momente bewusst einzuplanen und gegebenenfalls mit dem Partner abzustimmen oder sich von außen Hilfe zu holen. Gerade für (hoch)sensible Eltern ist dies äußerst wichtig. Die Gefahr auch im Familienalltag zu vielen Reizen ausgesetzt zu sein, kann groß sein und dies kann Stress und Ermüdung fördern. Deine Kinder werden in jeden Fall davon profitieren.

Elternsein kann Stress auslösen

Das Elternsein Stress auslösen kann, liegt oft daran, dass wir nicht nur Eltern sind, sondern auch andere Rollen innehaben und Verantwortung übernehmen. Oft fällt es schwer Berufs- und Familienleben miteinander zu vereinbaren und ausreichend Zeit für die Partnerschaft zu finden. Gerade dann, wenn Perfektionismus eine Rolle spielt, kann dies zusätzlich den Stress fördern. Unsere Kinder haben ganz feine Sensoren dafür, wenn wir Stress ausgesetzt sind. Vielleicht kennst Du es selbst, dass sich Deine Stimmung auch auf die Familie niederschlägt. Eltern und Kinder stehen in enger Verbindung zueinander und beeinflussen sich gegenseitig. Deswegen wegen ist es auch so wichtig, dass wir als Eltern unsere eigene Gesundheit fördern.
Wir können geben, wenn wir uns selbst etwas zu geben vermögen. Wenn wir für uns sorgen.


Den Stress bewusst wahrnehmen

Den Stress bewusst wahrzunehmen ist von großer Wichtigkeit. Gerade dann, wenn die Gefahr der Überreizung droht. In diesen Momenten kann es sein, dass wir ein Verhalten zeigen, welches eigentlich nicht zu unserer wahren Natur als Eltern gehört oder sagen wir es sind Verhaltensweisen, die wir uns nicht wünschen. Vielleicht reagieren wie verärgert, sind ungerecht oder gereizt. Vielleicht erleben wir in diesen Momenten eine große Traurigkeit, weil wir die Grenzen unseres Elternseins erleben.
Hierbei kann es auch sein das wir in Muster fallen, die wir aus unserer eigenen Kindheit kennen und eigentlich nicht für gut heißen. An diesem Mechanismen können wir arbeiten, die bewusste Erkenntnis ist der erste Schritt.

 

Self-care- aber wie?

1. Deine Kinder stehen im Fokus, aber auch Du selbst.

Natürlich steht Dein Kind im Fokus. Aber es ist auch wichtig, dass Du Dich selbst und Deine eigenen Bedürfnisse wahrnimmst und achtest. Achtsamkeit ist das Stichwort.

2.Schaffe im ALltag Momente des Alleinseins in denen Du zur Ruhe kommst.

Dieser Aspekt ist besonders wichtig, gibt dadurch auch Deiner Wahrnehmung eine Pause und reduziere die Reize die auf Dich einströmen. Meditation, Yoga sowie andere Entspannungstechniken können dabei hilreich sein. Nutze auch kleine Momente zum Innehalten im Tagesablauf.

3.Tue Dir täglich etwas Gutes

Was könnte das sein? Mach es zu Deiner täglichen Praxis, dadurch wirst Du Freude kultivieren. Tust Du auch Deinen Kindern etwas Gutes, ist die Freude doppelt groß.

4.Wahre Deine Grenzen und kommuniziere sie nach außen

Dies ist ein ganz besonders wichtiger Aspekt und lässt sich auf alle Deine Lebensbereiche übertragen. Auch auf Dein Berufsleben, falls Du im Beruf stehst oder beispielsweise auf Ehrenämter, die Du übernimmst. Lerne in diesem Fall auch „Nein“ zu sagen. Dies kann äußerst wichtig sein, auch für Deine Kinder. Sie erkennen, Deine persönlichen Grenzen. Dies kann auch die Bindung fördern, in dem Du Dich zutiefst menschlich zeigst, Deine Bedürfnisse offenbarst, anstatt in den
„Ich-muss-funktionieren-Modus“ zu verfallen.

5.Gute Organistation und Absprachen mit dem Partner sind wichtig.

Gemeinsam den Familienalltag zu planen ist von besonderer Wichtigkeit. Hier können auch die eigene Bedürfnisse Beachtung finden. Wie ist euer Familienalltag organisiert? Sind beide Elternteile gleichberechtigt am Familiengeschehen beteiligt?
Vielleicht gibt auch die Möglichkeit sich zeitweise herauszunehmen und die Verantwortung für diese Zeit dem anderen Elternteil zu übertragen. Dies bedarf guter Absprachen.

6.Suche Dir Hilfe wenn Du sie brauchst.

Viele Eltern sind oft gehemmt, Hilfe zu erbitten. Im Rückblick auf die Menschheitsgeschichte wird bewusst, dass wir immer in Gemeinschaft lebten und die Eltern nicht nur alleine für ihre Kinder sorgten. Heute ist die Großfamilie abgeschafft, wir leben nicht mehr in den engen Gemeinschaftsverhältnissen. Jedoch kann es in manchen Fällen wichtig werden, Hilfen von außen oder aus der Familie in Anspruch zu nehmen. Natürlich ist es dabei wichtig, auch die Bedürfnisse des Kindes nicht außer Acht zulassen. Sofern alles in Einklang zu bringen ist, ist es wunderbar sich Hilfe von außen, zu holen.

 


7.Lege den Perfektionismus ab

Perfektionismus bringt Dich nicht weiter und fördert den Stress. Wir können nicht alles richtig machen! Und ich glaube, wir sollten es auch nicht tun. Kinder brauchen Eltern mit Ecken und Kanten. Gelegentliche Meinungsverschiedenheiten sind wichtig, so lernen unsere Kinder eine Streitkultur zu entwickeln. Um Verzeihung zu bitten, besonders auch von elterlicher Seite ist heilsam und stärkt die Bindung zu Deinem Kind.

8. Sich kurze Pausen einräumen

Manchmal hetzen wir im Familienalltag von einer Tätigkeit zur nächsten. Sich bewusste Pausen, auch gemeinsam mit den Kindern einzuplanen, kann hilfreich sein. Vielleicht helfen uns manchmal nur ein paar tiefe Atemzüge, die schon alleine den Stress reduzieren können und Entspannung entstehen lassen.

9.Achtsamkeit in den Familienalltag integrieren.

Eine wunderbare Möglichkeit, den Stress zu reduzieren ist mehr Achtsamkeit in den Alltag zu bringen. Gemeinsame wiederkehrende Rituale können dabei hilfreich sein und schaffen Orientierung auch für unsere Kinder. Zum Beispiel ein schönes Morgenritual, das sonntägliche gemeinsame Frühstück, gemeinsam Musik machen etc. Es sind schöne Momente, die wir mit den Kindern erleben, die unser gemeinsames Wohlbefinden stärken.

10. Mittagsruhe

Wenn Deine Kinder noch Mittagschlaf machen, ist es Dir möglich selbst eine Ruhezeit am Mittag, zu genießen. Sollten Deine Kinder nicht mehr schlafen, könnte man am Mittag eine gemeinsame „stille Zeit“ einplanen, in der jedes Familienmitglied sich einer stillen Tätigkeit zuwendet. Ihr kommt gemeinsam zur Ruhe, dies kann auch für Deine Kinder äußerst wertvoll sein. Dieses Ritual kann den Kindern mit den Worten „Wir geben unseren Ohren mal eine Pause“ erklärt werden. Probier es doch einfach mal aus 🙂

Alles Liebe Dir,

Denise

P.S Herzliche Einladung zu meinem Tagesworkshop am 15.7.17 Für mich da sein-für andere da sein. Self-Care für sensible/introvertierte Mütter (10-17 Uhr, 60€) in Dresden. Mehr Informationen dazu findest Du hier: http://achtsam-sensibel.de/workshops/

 

 

 

 

 

 

 

 

MINDFUCK Ade!

Mindfuck. Da bin ich manchmal Experte darin, Du auch? Aber ich habe für mich erkannt, wie wichtig es diese negativen Gedanken in seine Schranken zu weisen. Denn diese Gedanken sind, zu nichts nütze. Wir hängen in unseren wiederkehrenden negativen Gedanken über unser Leben und über uns selbst fest und konstruieren dadurch unsere Wirklichkeit. Die Sicht auf unser Leben ändert sich massiv, unsere Glaubenssätze halten uns klein, Ängste kommen auf.

Um unser Potenzial ausleben zu können, ist es wichtig, dass wir lernen gut mit Minduck umzugehen. Denn gerade wenn wir uns neuen Herausforderungen stellen, kann es immer wieder Phasen geben, in denen uns Mindfuck belasten kann.

Ich bin nicht gut genug! Ich habe kein Recht dazu! Was habe ich denn schon zu geben!

Das sind Gedanken die unsere Kreativität beeinflussen und auch unser Selbstvertrauen mindern können.

Diese Gedanken haben oft ihren Ursprung in der Vergangenheit, alte Ängste und Unverarbeitetes möchte gesehen werden. Es ist gut das Problem an der Wurzel zu packen, gerade wenn Gedankenmuster immer wiederkehren. Dann ist es an der Zeit noch mal den alten Schmerz bewusst anzusehen und ihn zu lösen. Hierfür kann es auch wichtig werden, sich Hilfe von außen zu holen.

 

Mindfuck ade! Aber wie?

1.Bewusstsein ist alles!

Das Wichtigste ist vorallem Bewusstsein in diese gedanklichen Prozesse zu
bringen. Was denke ich? Haben diese Gedanken eine Verbindung zu meiner
Geschichte, meinen Erfahrungen, alte Denkmuster? Was brauche ich um
diese Gedanken loszulassen?

2. Konzentriere Dich auf Deine Atmung.

Wenn Dich Mindfuck sehr belastet, dann achte bewusst auf Deine Atmung, sie ist Dein innerer Anker. Dadurch wird automatisch Deine Atmung vertieft und das parasympatisches Nervensystem aktiviert, welche Deine Entspannung fordert. Tief Durchatmen-klar Denken.

3. „Stop“ ausprechen

Manchmal ist ein klares „Stop“ in Gedanken oder laut ausgesprochen
heilsam, wir durchbrechen die Gedankenspirale und kommen wieder in das
Bewusstsein. Du bist nicht Deine Gedanken!

4. Verbinde Dich mit Deiner Seele

Verbinde Dich mit Deiner Seele und trete in Kommunikation mit ihr. Vielleicht kannst Du Dir selbst liebevolle Worte aussprechen, die Dir helfen Mindfuck zu reduzieren. Erkenne die Wahrheit, über Dich und Dein Leben, die tief aus Dir entspringt. Was kannst Du Dir selbst Gutes tun? Was könnte für Dich in dieser Spannungssituation hilfreich sein? Sorge gut für Dich.

5. Nutze Techniken die Dir dabei helfen zu entspannen.

Jeder von uns hat ganz eigene Techniken, die dabei helfen zu entspannen. Wichtig ist, dass Du immer weißt, auf was Du zurückgreifen kannst. Du brauchst ein Survival Kit. Für viele ist es Sport, anderen hilft Yoga oder Mediation. Hilfreich ist es, wenn wir bewusst aus dem Kopf in die Körperwahrnehmung gehen können. Unterbrich Deinen Mindfuck und löse ihn sanft auf.

6. Do the Work!

The Work von Byron Katie, ist immer wieder sehr hilfreich bei Mindfuck,
besonders bei wiederkehrenden Denkmustern.

Frage Dich:

Ist der Gedanke wahr?

Kannst Du mit absoluter Sicherheit wissen, dass er wahr ist?

Wie reagierst Du, was passiert, wenn Du diesem Gedanken glaubst?

Wer wärst Du ohne den Gedanken?

Hier kommst Du zum Arbeitsblatt von The Work, mit dem Du ganz einfach beginnen kannst:

http://thework.com/sites/

thework/deutsch/downloads/

Arbeitsblatt_Untersuche

EineUberzeugung.pdf

Was hilft Dir bei Mindfuck? Ich freue mich über Deinen Kommentar.

Deine Denise

(Hoch)sensible Eltern sind ein Geschenk.

 

Am Wochenende habe ich ein schönes Feedback erhalten, über die Art wie ich und mein Partner mit unserem Sohn Eliah (1 ½) umgehen und das es nach außen sehr entspannt und herzlich wirkt. Das war für mich sehr bereichernd zu erfahren, wie unser Umgang mit Eliah auf Außenstehende wirkt. Dies ist auch ein wunderbarer Impuls endlich einmal über sensible Elternschaft zu schreiben und wie ich es selbst erlebe. Wie in jedem meiner Blogbeiträge geht es mir nicht darum, einen Prototyp des sensiblen Menschen aufzuzeigen. Ich weiß jeder von uns lebt und erlebt sein Elternsein anders. Vielleicht findest Du Dich in einigen Punkten wieder. Ich freue mich, wenn Du in den Kommentaren meine Gedanken dazu ergänzt.

Sensible Eltern sind ein Geschenk, weil sie sich in das Erleben ihres Kindes einfühlen können.

Sensible Eltern sind empathische Begleiter, sie erspüren intuitiv was das Kind braucht und können darauf eingehen. Das Kind kann sich dadurch verstanden fühlen und ist sich sicher, dass sich die Eltern für seine Belange einsetzen. Das stärkt die Bindung ungemein. Gerade wenn die Eltern ihr Kind achtsam unterstützen, können auch Probleme frühzeitig erkannt und verändert werden. Jedoch ist es auch wichtig, dass die Kinder ihre eigenen Erfahrungen sammeln, das heißt sie haben auch das Recht darauf auch negative Erfahrungen machen zu dürfen.
Ich glaube und da spreche ich aus eigener Erfahrung, dass das mir manchmal schwer fällt, da die Tendenz da ist, das Kind behüten zu wollen. Aber ich weiß auch, dass dies in einem gewissen Maße wichtig ist. Das Kind kann sich sicher sein, dass wir immer wieder zum Trösten da sind und auf diese Gewissheit kommt es an. Aus besonders im Jugendalter ist dieser Aspekt äußerst wichtig, da das Kind aus seinen Fehlern lernen kann und wir nicht alle Hürden aus dem Weg räumen können. Dies gilt es zu akzeptieren und zu vertrauen.

 

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Sensible Eltern besitzen oft hohe Ideale.

Sie erleben Elternschaft als etwas Wertvolles und sind bereit viel zu geben. Im Besonderen setzten sie sich intensiv mit ihren eigenen elterlichen Verhalten auseinander und reflektieren viel. Es kann ein Schmerz darüber empfunden werden, wenn das Kind in einem Moment nicht angemessen begleitet werden konnte. Es fällt dabei schwer, sich selbst die elterlichen Fehler zu verzeihen. Kennst Du das auch?
Ich möchte Dich durch diesen Artikel ermutigen zu erkennen, was Du täglich als Elternteil leistest. Das ist ganz besonders viel und Du darfst das heute honorieren. Wir können als Eltern niemals „perfekt“ sein und ich glaube, das ist ganz besonders wichtig für unsere Kinder. Sie haben durch unser Fehlermachen die Möglichkeit, einen richtigen Umgang mit Fehlern zu erlernen. Wir haben auch die Chance uns in dieser Situation, wenn das Kind schon in einem gewissen Alter ist zu entschuldigen. Dies ist unheimlich wertvoll für die Bindung zu unserem Kind, da das Kind erkennt, dass wir für unsere Fehler einstehen.

Sensible Eltern orientieren sich an ihrer Intuition

Ich merke immer wieder, dass es wichtig ist, nicht auf alle Situationen die ich und mein Kind erleben eine vorgefertigte Meinung oder Lösung zu haben. Manchmal lasse ich die Dinge erst einmal laufen und entscheide dann nach Gefühl. Ich glaube es ist besonders wertvoll, wenn wir nicht in festgefahren Strukturen feststecken. Diese Flexibilität ist auch ein Vorteil für unser Kind, weil wir nicht alles sofort reglementieren müssen und dem Kind Freiraum lassen. Wir haben sogar die Möglichkeit ab einem gewissen Alter, das Kind in unsere gedanklichen Prozesse und bei Entscheidungen einzubeziehen. Ich glaube (hoch)sensible Eltern haben ein feines Gespür wie sie ihr Kind angemessen begleiten können. Sie verlassen dabei oftmals konventionelle Wege und orientieren sich nicht zwangsläufig an Erziehungsratgebern. Sensible Eltern stehen jedoch oft vor der Herausforderung für ihre Art der Begleitung ihres Kindes einstehen zu müssen und sich nicht von Menschen in ihrer Umwelt verunsichern zu lassen. Es gibt immer jemand der es anscheinend besser weiß, aber niemand kennt Dein Kind so wie Du. Gute Ratschläge durch den Blick von außen sind immer wieder wertvoll sein, wenn wir unsere natürliche Art die Elternrolle auszuleben, nicht verlieren.

Sensible Eltern stehen immer wieder vor der Herausforderung gut für sich selbst zu sorgen.

Wenn wir viel für unsere Familie da sind, ist es auch wichtig gut für uns selbst zu sorgen. Das wird im Alltag oftmals vergessen. Zeit für sich selbst ist für sensible Eltern wichtig, um zur Ruhe zu kommen und aufzutanken. Dann können wir wieder neu ins Geben gehen und auf wundervolle Art und Weise für unsere Kinder da sein. Wichtig ist dabei, zeitliche Freiräume zu nutzen und sich an gegebener Stelle auch Unterstützung zu holen.

Selbstfürsorge ist das Stichwort. Dazu mehr im nächsten Blogbeitrag.

 Alles Liebe Denise

P.S Du kommst aus Dresden oder hast Lust ein Wochenende in Dresden zu verbringen? Dann lade ich Dich ein zu meinem Workshop für sensible und introvertierte Mütter.

15.7.17 Für mich da sein-für andere da sein. Selfcare für sensible/introvertierte Mütter (10-17 Uhr, 60€). Ausführliche Beschreibung unter Menüpunkt „Veranstaltungen“.

Wie ein stilvolles Scheitern, Dein Selbstvertrauen stärkt.

 

In meinem heutigen Blogartikel geht es um das Thema scheitern, und wie ein stilvolles Hinfallen unser Selbstvertrauen stärken kann. Hast Du sie auch manchmal die große Angst vorm Scheitern? Gerade dann, wenn wir uns in unserem Leben für Neues öffnen und herausfordernde Aufgaben übernehmen. Ich glaube das Thema Scheitern, ist oftmals ein Tabu in unserer Gesellschaft.

Wer spricht schon gerne über die Momente in denen er so richtig auf die Schnauze gefallen ist?

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Vor Kurzem habe ich von sogenannten „Fuck up nights“ erfahren, die international an vielen Orten stattfinden. Das sind Abende in denen Menschen frei von ihren schlimmsten Fehlern und Hindernissen in ihrem Leben erzählen.

Mehr dazu hier: https://www.youtube.com/watch?v=xtH6zGSeuDI

Es dient dazu, auch aufzuzeigen was die Menschen aus diesen Fehlern gelernt haben. Denn wir alle lernen durch das Fehlermachen und auch mal Scheitern. Es ist wie ein großes Versuch- und Irrtumspiel. Wir trauen uns etwas zu probieren und scheitern vielleicht dabei. Aber was ist, wenn wir es dann vielleicht noch ein zweites oder drittes Mal versuchen? Dann gehen wir mit einem ganz anderen Erfahrungswissen in die Situation, wir wissen auf was wir achten und was wir dabei vermeiden müssen. Und das nächste Mal kann es genau deswegen klappen.

Aber was hat Scheitern nun mit unserem Selbstvertrauen zu tun?

Ich glaube, dass wenn alles immer ganz glatt laufen würde, wäre das fatal für unsere persönliche Entwicklung. Unser Selbstvertrauen wird besonders in schwierigen Situationen gestärkt. Wir wissen, dass wir die Kraft haben nach dem Scheitern wieder aufzustehen. Und wir haben Strategien entwickelt, wie wir mit dieser Situation umgehen können. Um das was wir dabei gelernt haben zu nutzen, neuen Anlauf zu nehmen und uns wieder ins Ungewisse zu stürzen.

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Ohne das Scheitern, wüssten wir nicht welche inneren Kräfte in uns stecken.

Wenn wir Hürden gemeistert haben, dann stärkt dass ungemein unser Selbstvertrauen.

Doch es kommt dabei auf eine ganz wichtige und große Sache an:

Gib niemals auf! Niemals!

Sondern ändere Deine Richtung, wenn es an der Zeit ist. Versuche nicht immer gegen das gleiche Hindernis zu rennen. Sondern versuche Dich irgendwie drum herum zu schlängeln. Bleibe kreativ und hab den Mut auch mal in ganz neuen Gefilden zu wandern. Dein Selbstvertrauen wird dadurch ungemein gestärkt, wenn Du es schaffst, Deinen Fähigkeiten zu vertrauen und diese weiter zu fördern.

Das Leben fordert Dich heraus! Immer wieder!  Du kannst es ignorieren oder die Herausforderung annehmen. Wenn Du das tust, wird es Dir bestimmt niemals langweilig.

Wer groß träumt, kann im großen Stil scheitern.

Klar! Aber er kann auch das Beste aus sich herausholen. Die Frage ist, ob wir auf dem Weg der maximalen Sicherheit gehen oder eben unser Ding machen wollen, ohne Konsequenz.

Warum sollten wir über unsere Misserfolge sprechen?

Ich denke zum einen um ein Tabu zu brechen und Raum für ein gemeinsames Erfahrungslernen, zu schaffen. Im Austausch mit anderen können wir oft, eine Situation von einer anderen Seite betrachten. Vielleicht war unser Scheitern, nicht so schlimm, wie wir es wahrgenommen haben. Wir reflektieren noch einmal über die Situation, unser geschwächtes Selbstvertrauen kann auf diesem Weg wieder gestärkt werden. Da wir uns unser kleines Scheitergeheimnis von der Seele reden.

Scheitern hat einen großen Erfahrungswert, den wir anderen weitergeben können.

Wir lernen am besten von Menschen die mit etwas gescheitert sind und trotzdem die Hürden gemeistert haben. Scheitern kann inspirierend sein. So können wir auch unsere Angst vorm Scheitern lindern.

Schön! Lasst uns die Herausforderungen in unserem Leben angehen.

Ich wünsche es Dir von Herzen,

Deine Denise

 

 

Selbstanspruch

Selbstanspruch

 

Ich musste heute an Momente zurückdenken, in denen ich nach meinem Gefühl scheiterte. Doch war das alles wirklich so wahr? Oder hatte ich nur einen überhöhten Anspruch an mich selbst?
Ein überhöhter Selbstanspruch ist ein großer Killer für unser Selbstvertrauen. Wir schwächen uns selbst dadurch. Deswegen stelle ich auch Dir heute die Frage: Welchen Anspruch hast Du an Dich? Strebst Du gelegentlich nach Perfektion, obwohl Du Doch eigentlich schon gut genug bist? Dann lasst uns heute mehr Bewusstsein in diese Situation bringen. Und auch nach den Ursachen forschen. Wir alle sind es von klein auf gewohnt, von außen beurteilt zu werden. Das fängt schon in der Schule an und kann einen Einfluss auf unser Selbstvertrauen haben.

Vielleicht können wir uns öfter selbst loben und uns auf die Schulter klopfen. Dabei können wir auch das Lob der anderen annehmen lernen. Deine Denise

Pause to Check: Lasse Dir die Zeit die Du brauchst.

 

Kurze Pausen in denen wir tiefer in uns hinein spüren können sehr hilfreich sein, bevor wir in unserem Leben in Aktion treten. Was bei anderen scheinbar äußert spontan ablaufen kann, braucht gelegentlich bei uns feinfühligen Menschen einfach mehr Zeit. Was nicht heißt, dass sensible Menschen nicht spontan sein könnten. Es ist absolut sinnvoll, erst einmal tiefer über etwas nachzudenken und auch die Gefühle im Hintergrund wahrzunehmen.

Pause to check: Wie geht es mir eigentlich?

Diese Frage ist wirklich sehr wertvoll, wenn Du sie Dir mehrmals täglich stellst. Vielleicht kennst Du diese Situation von intensiven Gefühlen überrumpelt, zu werden. Plötzlich sind sie da. Plötzlich? Ja manchmal auch plötzlich, aber zu meist sind sie schon über längere Zeit im Hintergrund spürbar. Aber gerade dann, wenn wir stark im äußerlichen Geschehen sind, bleiben diese unbemerkt. Und werden erst sichtbar, wenn es unangenehm wird. Nimm es als kleines Ritual, vielleicht zu festen Tageszeiten. Irgendwann stellst Du Dir die Frage dann ganz automatisch. Spüre dabei auch in Deinen Körper hinein, er zeigt Dir manchmal schon viel früher, wie es in Deinem Innenleben aussieht.

Pause to check: Was brauche ich?

Wenn Du weißt, wie es in Dir aussieht, dann stellt sich automatisch die Frage: Was brauche ich? Denke an Dein Wohlbefinden. Ich empfehle jeden hochsensiblen und introvertierten Menschen ein „Survival Kit“ zu haben. Das sind Dinge, die Du tun kannst, wenn Du eine Auszeit brauchst und Dich gerade von Reizen und Gefühlen übermannt fühlst. Das können oft nur ganz kleine Dinge sein, die sich in den Alltag integrieren lassen. Ein paar tiefe Atemzüge oder Yogaübungen, eine kurze Meditation, eine Tasse Tee oder ein Telefonanruf bei einem lieben Menschen. Was ist es bei Dir? Natürlich ist es gut diese wertvollen Dinge schon vorbeugend und ritualisiert zu tun.

 

Pause

 

Pause to check: Was will ich wirklich?

Und da ist doch oft die schwierigste Frage überhaupt. Was will ich? Kennst Du das Dich immer wieder in Situationen wiederzufinden, in denen Du Dich nicht wohlfühlst, aber es war trotzdem Deine freie Entscheidung? Für wen hast Du es getan? Oft tun wir es schließlich auch für andere und sind von einer Frage überfordert. Und ja eigentlich wolltest Du ja Nein sagen, aber was ist passiert? War es wohl letztendlich doch ein Ja?
Nimm Dir auch da, die Zeit die Du brauchst, und kommuniziere das auch mit Deinem Gegenüber. Es ist ganz normal, sich eine Bedenkzeit einzuräumen. Und es transportiert nach außen, dass Du das Anliegen eines anderen wahr und ernst nimmst. Dadurch kommst Du nicht in die Gefahr etwas zu tun, was Du nicht möchtest.
Jedoch ist es gut sich für Entscheidungen auch eine realistische Deadline zu setzen, sonst laufen wir Gefahr, zu viel Zeit vergehen zu lassen, was die Entscheidung noch schwieriger macht. Und dann kann es schnell wieder sein, dass wir uns in etwas befinden, dass wir eigentlich nicht wollten.

Ich hoffe, ich konnte Dir ein paar wertvolle Impulse geben. Auch wenn alles hektisch im außen ist, ist es so wertvoll nach innen zu blicken. Ich bin überzeugt davon, dass Du weißt, was für Dich gut ist. Vielleicht brauchst Du einfach nur diese Bedenkzeit, „pause to check“, um zu fühlen und zu verstehen.

Alles Liebe

Eure Denise